Ist die Existenz des Guanakos gefährdet?
Guanaco (Lama Guanicoe), dt: Guanako
Guanakos sind höckerlose kleine Wildkamele, die in kleinen Herden in den Pampas (Patagonien) und den Anden leben.
Der Guanako steht im Anhang II des Washingtoner Artenschutz-Übereinkommens (CITES), das Fell darf nur mit der Exportgenehmigung des Ursprungslands gehandelt werden.
Die Landesregierung der Provinz Santa Cruz in Argentinien hat mit der Schlachtung der Guanakos in Patagonien begonnen und überlegt, wie sie mit politischen Entscheidungen den Artenschutzstatus der Guanakos umgehen oder aufheben kann.
Der Bezirkshauptmann von Puerto San Julián (Santa Cruz, Argentinien), Nelson Gleadel, sagte in einem Interview in der Zeitung “El Periódico Austral”, dass das Konzept für das Projekt für die Fleisch- Woll- und Fellverarbeitung der Guanakos fertig sei, und man endgültig mit der Produktion beginnen könne. (04.11.2011 patagoniapyp.com)
Silvia Batarev, Präsidentin des Landwirtschaftsrates in der Provinz (CAP), gab bekannt, dass sie an einer Zählung der Guanakos arbeite, nach der die Anzahl der zu schlachtenden Tiere festgelegt werden könne. Sie wolle nur „seriöse ökologische Studien“ und keine spekulativen Zahlen, daher werde demnächst mit einer Guanako-Zählung aus der Luft begonnen. (04.11.2011 elperiodicoaustral.com)
Weiter sagt sie: „Der Guanako steht unter dem Schutz einer internationalen Organisation (CITES), die gefährdete Arten schützt, daher ist es dann eine nationale Angelegenheit. Es ist nicht einfach zu erreichen, dass der Guanako aus der Liste gestrichen wird, aber nicht unmöglich".
Das Projekt wird mit folgenden drei Argumenten begründet:
• Mehr Sicherheit auf den Bundesstraßen.
• Wo ein Guanako weidet, könnten 2 oder 3 Schafe ihr Futter erhalten und
• die gesamte Verarbeitung findet Vorort statt. Und so werden Fleisch, Fell oder Wolle wertvoller.
Frau Batarev betont: „(…) aber der erste Punkt, also die Fahrsicherheit auf den Straßen, ist der allerwichtigste.“ (04.11.2011 patagoniapyp.com)





